Ausbildung

Heidi Gröger, geboren in Eichstätt (DE), spezialisierte sich nach dem Schulmusikstudium an der Münchner Musikhochschule auf das Spiel der Viola da Gamba und des Barockcellos. Am Königlichen Konservatorium in Den Haag studierte sie bei Jaap ter Linden und Philippe Pierlot und legte im Jahr 2007 ihren Master mit Auszeichnung ab. Sie erwarb mehrere Stipendien, so auch das Huygens-Stipendium für besonders talentierte Studenten im Ausland.
Heidi Gröger ist Gründungsmitglied des ensemble fidicinium und des Trios Mende-Gröger-Weiss. Mit beiden Ensembles erwarb sie mehrere Preise bei namhaften Alte Musik Wettbewerben.

 
 

 

Preise

1. Preis und Publikumspreis beim "Biagio-Marini-Wettbewerb" in Neuburg/Do. (2003),
2. Preis und Publikumspreis Ex Aequo beim "Van Wassenaer Concours" in Den Haag, NL, (2004),
Finalistin beim 3. Internationalen Telemann Wettbewerb in Magdeburg (2005),
1. Preis beim "Early Music Network Young Artists Competition" in York, UK, (2005),
Finalistin beim "Bach-Abel-Wettbewerb" für Viola da Gamba in Köthen (2006) und wiederholt den
1. Preis beim "Biagio-Marini-Wettbewerb" in Neuburg/Do. (2007)

 
 

 

Konzerttätigkeit

2005/2006 war Heidi Gröger Mitglied des Europäischen Barockorchesters unter Leitung von Lars Ulrik Mortensen. Bereits während ihres Studiums war sie Gastmusikerin des Freiburger Barockorchesters und der Berliner Barock Solisten. Mit Concerto Vocale konzertierte sie unter René Jacobs bei zahlreichen Opernaufführungen in Wien, Brüssel und Amsterdam. Für den Solopart der Gambenpartie in J.S. Bachs Matthäuspassion wurde sie u.a. von Daniel Harding (Schwedisches Radio Symphonie Orchester Stockholm), Kwamé Ryan (Orchestre National Bordaux Aquitaine) oder dem Orchester des WDR Köln engagiert.

 
 

 

Aufnahmen

CD-Aufnahmen umfassen das "Gothaer Partiturbuch" mit Harmonie Universelle, "Tra le Fiamme" von G.F. Händel mit contrasto armonico, die "Fantasia über eine französische Chanson für Gambe solo" von D. Krickeberg (*1932) und in Vorbereitung "Dileto Musicale" für Viola da Gamba solo von G. Thim (*1922) beim Bayerischen Rundfunk und norddeutsche Kantaten mit der Sopranistin Dorothee Mields und Concerto Melante bei Sony Classics.

 
 

 

 

Heidi Gröger legt ein Augenmerk auf die Interpretation der deutschen Gambenliteratur, die immer noch ein Schattendasein fristet. Seit 2010 spielt sie auf einer reich verzierten Viola da Gamba, die ihr der Potsdamer Gambenbauer Tilman Muthesius gewidmet und zur Verfügung gestellt hat. An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main hat Heidi Gröger seit 2011 einen Lehrauftrag für Viola da Gamba. 2011/12 wird Heidi Gröger auf einem Nachbau der goldenen Gambe von Benoit Fleury aus dem Musikinstrumentenmuseum Paris die "Pièces de clavecin en concert" von Rameau auf einer 8-saitigen Gambe aufführen.